Gesamtdarstellung
(WERKSCHAU 2004)
Filmdienst, Dezember 2004
Bis ins All
Ein neugieriger Filmemacher ist er, der 1961 geborene Robert Bramkamp.
Vom westfälischen Landleben bis zum Flug zum Mond reicht das Spektrum
der in seinen Werken behandelten Sujets. Seit 20 Jahren dreht Bramkamp
Filme, in denen Fakt und Fantasie, Dokumentarisches und Fiktionales
auf erstaunliche Weise verbunden werden. Eine Werkschau an drei
Orten präsentiert Einblicke in seine Arbeiten: vom 22. bis 30.11.
im Filmkunsthaus Babylon in Berlin, vom 30.11. bis 8.12. im Filmmuseum
München und vom 10. bis 12.12. im Filmclub 813 in Köln werden seine
Filme zu sehen sein. So sein erster abendfüllender Spielfilm "Gelbe
Sorte" (1987), der den Überlebenskampf eines westfälischen Bauern
schildert, "Der Mann am Fenster", ein Kurzfilm um die Bewohner einer
Sozialbausiedlung, die den verantwortlichen Architekten kidnappen,
oder "Der Himmel der Helden", der erzählt, wie eine russische Kosmonautin
einen amerikanischen Astronauten rettet. "Die Eroberung der Mitte"
ist ein Seitenhieb auf zweifelhafte Psycho-Gurus, während sich die
Film-Collage "Prüfstand 7" (2002) auf bisweilen surreal anmutende
Weise mit Hitlers "Wunderwaffe", der V2-Rakete, sowie der unseligen
Verquickung von Hightech und Holocaust befasst .
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